Atelier Lucmarl
Ludger Bischoff Kunstmaler
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Drei Sekunden erleben

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Ich bin mir bewusst

wir sind

Gegenwärtig

in Erinnerung


Ludger Bischof f  1999

 

 

 


 


 

Obiges Material darf icht jetzt bearbeiten.

Einige Aufträge warten auf Erledigung und neue Ideen wollen umgesetzt werden.

Das wird ein spannendes Jahr. Die neuen Bilder stelle ich nach Vollendung ins Web ein.

 

 

 

 

Vergangenheit


Vergangenes lebt fort


in Spuren

in Erfahrung

in Erinnerung


in uns


Wir sind die Summe

des Gewesenen


Ludger Bischoff  1999


Im  Jahr 2010 habe ich, wie in der Vita erwähnt, die Austellungstätigkeit wieder aufgenommen.

In der Ausstellung vom 11. Sept. bis zum 10. Okt. beim Künstförderverein Pit Weber ist eine große Auswahl meiner bis dato entstandenen Werke gezeigt worden. Aus diesem Fundus habe ich dem Kunstförderverein Pit Weber und der Opferschutzorganisation "Weisser Ring" den Erlös aus dem Verkauf der bis zum Jahre 2006 vollendeten Bilder gespendet.





Der Kunstförderverein, hier im besonderen Frau Friederike Pohl-Weber, sowie der Weisse Ring, in Person von dem leider schon verstorbenen Herrn Wemhoff sowie seinem Nachfolger Herrn Karnstedt, haben uns jahrelang in unserer schweren traumatischen Lebenslage mit großer menschlicher Zuneigung unterstützt und begleitet. Dafür herzlichen Dank.

Die Organisation und Umsetzung lag in den bewährten Händen von Frau Pohl-Weber.

Damit einem breitem Kreis Kunstinteressierter der Erwerb eines Werkes ermöglicht werden konnte, haben die Beteiligten die Preise möglichst niedrig angesetzt. Der Ausstellungserfolg bestätigte im Nachhinein diese Entscheidung.


Hier nun die Eröffnungsrede zur Vernissage am 11. September 2010

( Friederike Pohl-Weber )

 

Zunächst begrüße ich Sie ganz herzlich zur Ausstellung von Ludger Bischoff. Danke, dass Sie gekommen sind.

Dies ist eine Ausstellung, die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist. So findet die Eröffnung am heutigen Tag statt, wie auch die Finissage bewusst am 10. Oktober sein wird.

Mit dem 11. September kam Terror und Gewalt hautnah in unser aller Bewusstsein und Leben. Wie nah Frieden und Gewalt in Bruchteilen von Sekunden aufeinander folgen können, ist in diesem Moment wohl allen klar geworden. Entsetzt haben wir die Tatsachenberichte und Bilder am Fernsehen gesehen und mitverfolgt.

Doch irgendwie war das auch weit weg im fernen Amerika, obwohl wir längst gelernt haben global zu denken, zu fühlen und zu erleben. Wer von uns heute hier kannte eines jener vielen Opfer die ihr Leben lassen mussten, weil Gewalt sie in diese Situation brachte aus der sie keine Chance hatten zu entkommen. Tragisch, dass Menschen, die in der Situation zu helfen versuchten, auch Opfer der Gewalt wurden. Viel wurde dazu geschrieben, analysiert, kommentiert. Und trotzdem tauchen immer wieder die Fragen auf nach dem  WIESO - WARUM - WOZU.

Familie Bischoff hat einen persönlichen " 11. September " erlebt, als ihre Tochter Ivonne am 10. Oktober 2002 ermordet wurde. Fassungslos standen die Familie, ihre Freunde, Arbeitskollegen und viele andere vor dieser entsetzlichen Nachricht. Wie kann man trösten und der Familie helfen? Was ist zu tun, wo geht es weiter?

Und es gab Hilfestellung und Beistand. Der "Weisse Ring", von mir vermittelt, übernahm dieses mit Rat und tatkräftiger Hilfe. Bitte lesen Sie dazu das Papier, in dem Ludger Bischoff seine Erläuterungen gibt, es liegt hier aus.

Ludger Bischoff hat in seiner Malerei wieder Halt, Trost und Lebenskraft gesucht und, ich meine, auch gefunden. Die Egebnisse finden Sie hier in der Ausstellung.



Weil Ivonne, Ludger Bischoffs Tochter, teuere Pastellfarben für die Schule benötigte, wurden diese besorgt. Sie lagen da so herum und ganz begeistert von dem leuchtend, brillianten Farbauftrag den sie erzeugten, fing Ludger Bischoff an ein Bild zu malen. Das war 1993.

Er wollte mehr, wollte mit Materialien, Farben, Leinwand umgehen lernen, Bilder entstehen lassen, sucht und stieß auf einen Kurs in der VHS, den mein Mann, Pit Weber, anbot. Da war es um ihn und die Malerei geschehen, sie ließ Ludger nicht mehr los.

Er merkte schnell, dass Talent nicht nur vorhanden sein, sondern erarbeitet werden muss, dass Begeisterung von Pit übertragen, tiefe Gedanken, Gefühle aber auch Freiheit und Freude vermitteln und freisetzen kann.

Intensive Freundschaft zu Pit gepaart mit vielen Gesprächen über Philosophie und Techniken brachten ihm neues Sehen, Erleben, Erfahren, Hören, Fühlen.

Pit führte ihn ein in die Feinheiten der Malerei und Zeichnung und wie immer stellte er sein ganzes Wissen und seine Erfahrung auch seinem "Schüler Ludger" zur Verfügung. Ludger lernte Farben selber herzustellen - erst Tempera, dann Oel und Pastelle. Wie vielschichtig doch Kunst sein kann.

Zuerst im Realismus - Surrealismus verhaftet, ging es weiter mit Portrait- und Landschaftsmalerei. Intensive Beschäftigung mit verschiedenen Stilrichtungen, dem Studium der Werke berühmter Künstler, Kunstgeschichte, mit Pigmenten, eingedickten Leinölen und der Lasurtechnik der alten Meister wie Rembrandt, kam dann irgendwann der Schritt in die freie Malerei. Jetzt wurde ihm jeder Farbauftrag zum Bedürfnis durch jedweden Gegenstand, sei es Spachtel, ein Ast, ein Besen, die Flitsche, die Finger, die Hand, den Fuß.

Wichtig ist Ludger auch heute wieder die Umsetzung spontaner Gedanken in Bewegung, in Farbe, in Freude am Tun, in der Beschäftigung mit den Wurzeln des  SEIN.

In etlichen Ausstellungen im In- und Ausland wurde Ludger Bischoff bekannt, hat sich mit Künstlern vor Ort angefreundet, mit Ihnen diskutiert und von ihnen gelernt.

Nach dem Schock, den er erleben musste, konnte er vorerst nicht malen. Später dann kam es für ihn durch die Malerei zu intensiver Traumaverarrbeitung auf der Suche nach der Beruhigung der Seele.

Die Freude an der Malerei kehrte zurück, bot Auseinandersetzung mit Thematik, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gab Perspektiven, machte frei in der Art und Weise von Farbauftrag und impulsivem Duktus und Sujet.

Auch die Freude an der Wiederaufnahme von Wissensweitergabe an interessierte Laien und Kunststedenten brachte Lebensinhalt und Genugtuung.

Man könnte Ludger Bischoffs jetziges Lebensmotto als " alles in Bewegung, alles in Fluß " bezeichnen. Mach weiter so Ludger und zeige uns neue Ergebnisse.

Dass er auf diesem Hintergrund mit seiner Familie beschlossen hat, dem Weissen Ring und dem Kunstförderverein Pit Weber seine bis Dezember 2006 gemalten Bilder als Geschenk zur Verfügung zu stellen, ist ein Präsent, für das wir alle mehr als dankbar und stolz sein können.

Jedes Bild steht zum Verkauf für einen Midestpreis und bei Bezahlung des Mitnahmepreises können Sie es sofort erwerben. In dem Spielraum zwischen den Preisen können Sie bieten, was von mir notiert wird. Sollte niemand mehr bieten, gehört das Bild später Ihnen zu dem gebotenen Preis.

Ludger und Marlies, ich persönlich danke Euch sehr, auch im Namen des " Weissen Ring ", für Euere Großzügigkeit. Ich danke Euch auch für Euere Freundschaft und Anteilnahme - jeder von uns hat Schiksale hinter sich und auch noch vor sich. Möge Gott uns allen gnädig sein in dem, was ER uns auferlegt.

Ich schließe mich dem in Euerem Begleitschreiben zur Ausstellung formuliertem 

D A N K E

von Herzen an.

Friederike Pohl-Weber 11. Sept. 2010



 

 

 

 

 Zukunft



Welcher Geist schafft den Raum

Welche Kraft treibt die Zeit

Welche Energie gebiert das Leben


Eruptionen aus dem Chaos

speien Zufälle ans Licht

Vollendend eine neue Wirklichkeit


Mit liebevollem Blick

Änderungen ahnend

Fragen ohne Antwort

 

Zeit nachdenklicher Stille

Neue Farben der Erkenntnis

Unwissenheit ergreift die Seele


Ludger Bischoff   2011




Der künstlerische Nachwuchs steht auch schon parat.

Hier ein Bild unseres Enkelkindes gemalt mit 4 1/2 Jahren.




 

 

 

 

 
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